Bericht von Hildegard Heinemann
Die Sitzung fand im Frappant statt. Zuerst trafen wir uns im 7. Stock in der Galerie. Der Weg dorthin führte über die Rampe des Parkdecks in den 7. Stock von dem Lawaetzweg kommend. Bemerkenswert ist was die KünstlerInnen in kürzester Zeit geschafft haben. Die seit 20 Jahren ungenutzten (31.000 qm) Räume wurden tatkräftig und künstlerisch gestaltet. Tatkräftig da die Fenster sicherlich nicht leicht zu reinigen waren und die alten Teppichböden entfernt werden mussten und eine „Grundsanierung“ unumgänglich war. Die alten Heizungen sind unbrauchbar und somit ist es schon recht kühl in den Räumen. Aber die Kunsträume beeindruckten durch die unterschiedlichen Kunstformen. Und der Ausblick mit der untergehenden Sonne schaffte eine wunderschöne Atmosphäre. Die unterschiedlichen Kunstwerke konnten nur einen ersten Einblick geben, weil für diesen Rundgang nur 30 Minuten Zeit vorgesehen waren. Insgesamt arbeiten hier bereits 120 Künstler in diesem außergewöhnlichen Ambiente.
Die Sitzung selbst fand in der Blinzelbar statt, wo Frau Hamann den Frappant Verein e.V. vorstellte. Dieser Verein steht für ein Sozio-Kulturelles Zentrum statt Ikea. Es ist zu prüfen, wie sich dieses Vorhaben prüfen und finanzieren lässt. Der Frappant-Verein e. V. hat mit dem Besitzer dieses Gebäudes einen Vertrag über eine Zwischennutzung (ZNV). Dieser ZNV verpflichtet den Vermieter nicht zur Installation von Heizung und Strom. Der Frappant-Verein e. V hat mit 120 Menschen einen Untermietervertrag. Weiterhin sind Soziale Einrichtungen, Freischaffende und die Club-Kultur an Räumen interessiert. Auch sind ein Kino und eine Bibliothek denkbar. Viele Menschen sind interessiert ggf. durch eine Genossenschaft Öffentliche Räume mitzugestalten, in dem Stadtteil, wo wir auch wohnen, also lebensnah. Ein großer Wunsch ist die Aufhebung der Zwischennutzung, die eine 14-tägige Kündigung beinhaltet. Ikea selbst lehnt jegliche Kooperation mit den derzeitigen ZwischenNutzungsMieterInnen ab.
Jedes Wochenende ist ab 20.00 h eine Ausstellung, die auf großes Interesse der Bevölkerung stößt. Weitere Infos unter www.frappant.org.
im nächsten TOP erklärte Herr Keller (Vorsitzender des Vereins "Kunststück e. V."), dass das Projekt „Kultur im Schneckenturm“ eine Finanzierungslücke von 16.000 € aufwiese und bat um eine Bürgschaft. Der Betreiberverein, Kunststück e. V., stellte einen entsprechenden Kostenplan zur Kompensation der Deckungslücke vor. Dieser Kostenplan wird vom Amt kontrolliert. Unter dieser Voraussetzung wurde der Bürgschaft zugestimmt.