Rede von Eckhart Fey zur Großen Anfrage der CDU am 22. Januar 2009
Der Erörterung der zukünftigen städtebaulichen Maßnahmen im Bereich des Blankeneser Marktplatzes seien folgende geografisch gereihten Anmerkungen bzw. Fragen vorausgeschickt:
Was ist aus dem begrünten Parkplatz in Teufelsbrück geworden ? Eine 6000 qm große kaum bepflanzte steinige Einöde!
Was ist aus dem Biotop Blankeneser Bahnhofsvorplatz bzw. Erik-Blumenfeld-Platz und dem angrenzenden Bahnhofsgelände nebst total waldähnlich dahinter liegenden Abhang geworden (Baumfällaktion ohne Ende!) Eine kaum begrünte Betonwüste!
Es ist naheliegend, dass aufgrund der vorg. Tatsachen auch der Marktplatz und seine Umgebung, der ja in Blankenese den Ortskern bildet, ebenfalls zu einer platten Einöde degeneriert wird.
Meine Redezeit reicht nicht aus, um auf die Einzelheiten der Module der CDU- Anfrage einzugehen. Auch liegt der Verdacht nahe, dass hier mit der Fragenkeule der gesamte Komplex und seine Tatbestände vernebelt werden sollen. Zu diesen Tatbeständen zählen:
- Eine Grundwasserabsenkung im Zuge der Baumaßnahmen zum Schaden des den Marktplatz umgebenden Baumbestandes.
- Ein Ausweichen der Parker aufgrund von Dauerparkkosten in die Nebenstraßen und damit eine erhöhte Geräusch- und Abgasbelastung dieserWohnbereiche.
- Die Beeinträchtigung der Zugänglichkeit des umgebauten Marktplatzes für die Marktbeschicker aufgrund der Höhenveränderung durch das Tiefgaragenoberdeck.
- Für zur Kirche und zum Kindergarten querende Fußgänger erhöht sich aufgrund der Tiefgaragen Ein- und Ausfahrt das Unfallrisiko usw. usw. Kurz : das besondere dörfliche Milieu des Blankeneser Ortskerns wird ersatzlos verschwinden.
Und warum das alles? Nun, die Einschätzung eines der vielen Ablehnenden des Projekts Herr Dr. Wulf Heher trifft wohl den Kern, wenn erschreibt: „Wer hat mit diesem unbegreiflichen, zerstörerischen und höchst kostspieligen Plan derart großes Interesse daran, sich selbst Gutes zu tun ? Ein „auswärtiger Investor“ soll es sein mit Unterstützung durch die „öffentliche Hand“. All das ist für den Bürger besonderer Anlass zu höchstem Misstrauen gegenüber ihren politischen Vertretern der Bezirksversammlung Hamburg-Altona, Verkehrausschuss und ihrer „Arbeitsgruppe Verkehr in Blankenese“. Wenn dort Beschlüsse gefasst werden, die derart an den Interessen des Bürgers vorbeigehen, ist es nicht überraschend, dass offen von Willkür, Schieberei und Seilschaften gesprochen wird. Jenen, die noch zur Bürgerschaftswahl am 24. Februar 2008 mit Bürgernähe um die Stimmen gebuhlt haben, ist es offenbar zugunsten ihrer eigenen undurchsichtigen Interessen als Politiker gleichgültig, dass den Bürgern Blankeneses die Lebensqualität im Zentrum ihrer öffentlichen Anlagen für mehr als zwei Jahre weitgehend, wenn nicht größtenteils endgültig verloren geht.“ Dieser zutreffenden Einschätzung ist nichts hinzuzufügen.