Auch weiterhin öffentliche Bücherhallen in Blankenese, Rissen und Iserbrook

Gemeinsamer Antrag DIE LINKE, SPD und FDP an die BV vom 27.11.2008

Nach Schließung der Bücherhallen Lurup und Blankenese wird über weitere Schließungen in Iserbrook (2009) und Rissen (2010) bei der HÖB (Stiftung Hamburger Öffentliche Bücherhallen) nachgedacht.

Verhandlungen über den Betrieb einer zentralen Bücherhalle für den Hamburger Westen im Blankeneser Bahnhof werden und wurden, seit Schließung der Bücherhalle Blankenese im Laufe des Jahres 2005, immer mal wieder mit den wechselnden Investoren geführt.Als Ersatz für die Schließung der vorgenannten HÖB-Standorte wurde auch über einen Ersatzstandort im EEZ nachgedacht.

Bürgerinnen und Bürger aus den Stadtteilen Rissen, Iserbrook und Blankenese haben auf einer stark frequentierten Bürgerversammlung am 6. November 2008 im „Haus Rissen“ diesen Standort noch einmal deutlich abgelehnt. Die von den Bürgervereinen der drei genannten Stadtteile organisierte Versammlung stellte Einigkeit darüber her, dass die Bücherhallen in Rissen und Iserbrook an ihren bisherigen Standorten über 2009 bzw. 2010 hinaus weiterbetrieben werden sollen und in Blankenese eine weitgehend kostenneutrale „kleine Lösung“ gefunden werden sollte. Räumlichkeiten in passender Größe und einem vertretbaren Mietzins scheinen in Bahnhofsnähe vorhanden zu sein.

Aus den genannten Gründen bitten wir die Bezirksversammlung folgendes zu beschließen:

1. Die Behörde für Kultur, Sport und Medien wird gemäß § 27 Abs. 1 BezVG gebeten, in Zusammenarbeit mit der Stiftung Hamburger Öffentliche Bücherhallen eine langfristige Sicherung der HÖB-Standorte in Iserbrook und Rissen zu erreichen, auch wenn der Weiterbetrieb mit einer Kapazitätseinschränkung verbunden sein sollte.

2. Die Behörde für Kultur, Sport und Medien wird ferner gemäß § 27 Abs. 1 BezVG gebeten, in Zusammenarbeit mit der Stiftung Hamburger Öffentliche Bücherhallen die Wiedereröffnung einer Bücherhalle in Blankenese bis zum 1. Januar 2010 zu erreichen. Das in der vorg. Versammlung erwähnte Angebot eines Vermieters in der Blankeneser Bahnhofsstraße zu einem angemessenen Mietzins Räume zur Verfügung zu stellen, ist mit einzubeziehen.

3. Der Bezirksamtsleiter wird aufgefordert, sich in Verhandlungen mit der Behörde für Kultur, Sport und Medien dafür einzusetzen, dass die in den Nummern 1 und 2 formulierten Empfehlungen schnellstmöglich verwirklicht werden.