Pressemitteilung Die LINKE Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft

 Hamburg, 17. September 2017 WP 21/2015/#985

Elbstrand gerettet – Zeit für echte Radverkehrsförderung

Die Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft beglückwünscht die Initiative
„Elbstrand retten“ zum sich abzeichnenden deutlichen Erfolg im Bürgerentscheid. Die
Menschen in Altona haben damit gezeigt, dass sie die vom gegenläufigen Bürgerbegehren
in irreführender Plakatwerbung vorgegaukelten Erweiterungsmöglichkeiten des Elbstrands
genauso durchschaut haben wie die Verfahrenstricks der rot-grünen Mehrheit in der
Bezirksversammlung.
„Ähnliche Versuche, den Bürgerwillen zu unterlaufen beziehungsweise zur Farce werden zu
lassen, zeichnen sich am Blankeneser Marktplatz ab, wo DIE LINKE das Bürgerbegehren
,Rettet unseren Marktplatz' unterstützt, oder am Spritzenplatz, wo das erfolgreiche
Bürgerbegehren ,Spritzenplatz bleibt!' ausgehebelt zu werden droht“, warnt der Vorsitzende
der Fraktion DIE LINKE in der Bezirksversammlung Altona, Robert Jarowoy.
„Die Diskussion um den Elbstrand sollte auch der Verkehrsbehörde deutlich gemacht haben,
dass es ein ,Weiter so' nicht geben kann“, ergänzt Heike Sudmann, verkehrspolitische
Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Ein Senat, der das
Radfahren fördern will, muss für die Menschen aus dem Hamburger Westen attraktive
Radverbindungen schaffen. Ausreichend breite Radspuren auf den Straßen und auch
Fahrradstraßen parallel zur Elbe sind schon lange überfällig. SPD und Grüne müssen endlich
in die Puschen kommen und nicht immer vor der Autolobby kuschen.“


Stellungnahme der Fraktion DIE LINKE in der Altonaer Bezirksversammlung zum Bürgerentscheid Elbstrand 

Die New York Times hat im Juni 2017 den Elbstrand bei Övelgönne zu einem der zehn
schönsten am Wasser liegenden Reiseziele gekürt. 13.000 Unterschriften hat die Initiative
für den Erhalt dieses Altonaer Kleinods binnen vier Wochen gesammelt.
Damit haben die Altonaer Bevölkerung und unsere Gäste aus allen Teilen der Welt deutlich
zum Ausdruck gebracht, was sie sich wünschen.
Bei aller Liebe zum Fahrrad und zu den entsprechenden Wegen – an dieser Stelle geht das
gar nicht. Schon lange geforderte Radweg-Alternativen auf der Elbchaussee oder der
Bernadottestraße haben die rot-grünen Mehrheiten weder in Altona noch in den Hamburger
Fachbehörden geprüft oder gar umgesetzt.
Stattdessen beharrt man immer wieder auf der völlig unsinnigen Idee, große Teile des
knappen Elbstrandes für einen 6 m breiten Fahrradweg zu asphaltieren oder noch
verrücktere Ideen umzusetzen wie die Errichtung einer Fahrrad-Hochbrücke über den Strand
oder einer Ponton-Anlage vor dem Strand.
Abgesehen davon, dass diese Vorstellungen in keiner Weise dem Gezeiten-Wechsel oder
gar einer Sturmflut Rechnung tragen, würden sie die einmalige Atmosphäre des
- 16 -wunderschönen Areals zum Seele-baumeln-Lassen, Sich-Verlieben oder dösenden Zeitung-
Lesen mit einem Kaffee, Mineralwasser oder Bier in der Hand zerstören.
Das darf nicht geschehen!
Der Elbstrand bei Övelgönne gehört allen, die ihn nutzen wollen, ob arm ob reich, ob hip
oder hop. Da müssen die Fahrräder halt mal geschoben werden oder einen Umweg machen.
Schadt’ ja auch nichts.