LINKE beantragen Umbenennung der Johann-Mohr-Straße in Fasia-Jansen Straße

Schon vor Monaten hat die Bezirksversammlung Altona beschlossen, die Johann-Mohr-Straße in Bahrenfeld umzubennen, da eine hohe Verwechslungsgefahr mit dem Johann-Mohr-Weg besteht, der sich ganz in der Nähe befindet. Die Fraktion DIE LINKE hat eine Umbennenung in Fasia Jansen Straße vorgeschlagen.

Fasia Jansen (1929-1997), Trägerin des Bundesverdienstkreuzes, wurde am 6. Juni 1929 in Hamburg als uneheliche Tochter des Generalkonsuls von Liberia, Momolu Massaquoi, und der Hamburgerin Elli Jansen geboren.

Sie überlebte den Nationalsozialismus in Hamburg als schwarzes, "nicht-arisches" Kind. Ihre an Josephine Baker orientierte Hoffnung, einst ein Leben mit Musik und Tanz zu führen, wurde zunächst zerstört, als sie im Alter von elf Jahren aus der Tanzschule geworfen und vier Jahre später zum Zwangsdienst in der Küche des KZ Neuengamme bei Hamburg gezwungen wurde.

Dort erlebte die Fünfzehnjährige die Brutalität der SS sowie die Verzweiflung der Häftlinge, was ihre Haltung entscheidend prägte. Auch zog sie sich dort eine Herzkrankheit zu, unter der sie den Rest ihres Lebens litt.

Nach der Befreiung konnte sie ihren Weg als Musikerin wieder aufnehmen, sie wurde als Sängerin und Liedermacherin Teil der bundesdeutschen Friedensbewegung und engagierte sich in der Gewerkschaftsbewegung. (weitere Informationen über Fasia Jansen unter www.fasia.de).