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Linksfraktion Altona: Die Debatte um ein jüdisches Museum in Hamburg weiter voranbringen
Seit geraumer Zeit wird in Hamburg über die Einrichtung eines jüdischen Museums nachgedacht, diskutiert, gestritten. Mittlerweile herrscht Einigkeit darüber, dass ein Museum kommen soll, auch wenn es noch keinen dezidierten politischen Beschluss auf Bürgerschaftsebene dazu gibt. Mit einem Antrag für die Bezirksversammlung Altona möchte die Fraktion DIE LINKE ihren Beitrag zur Debatte leisten, indem sich die Bezirksversammlung für die Einrichtung eines jüdischen Museums ausspricht. Zumal besonders Altona, als es noch die zweitgrößte Stadt im dänischen Königreich war, den aus Spanien und Portugal geflüchteten Jüdinnen_Juden Bürgerrechte einräumte, die es in Hamburg für sie nicht gab; davon zeugt auch der jüdische Friedhof in der Königstraße.
Dazu erklärt Bezirksabgeordneter Ricardo Bolaños González (Fraktion DIE LINKE): „Sowohl in Berlin, München und Frankfurt am Main gibt es bereits ein jüdisches Museum, in Hamburg fehlt bisher eine entsprechende Einrichtung. Zwar gab es im Museum für Hamburgische Geschichte bis zu dessen Schließung 2025 eine Abteilung zur jüdischen Geschichte, die nach der geplanten Wiedereröffnung 2028 aber nicht mehr eingerichtet werden soll. Aktuell gibt es im Altonaer Museum einen Projektraum ‚Wegmarken jüdischer Geschichte‘, dessen Einrichtung aber zivilgesellschaftlichen Akteuren vom ‚Förderkreis Jüdisches Museum Hamburg‘ zu verdanken ist. Mit unserem Antrag wollen wir die Debatte weiter voranbringen und hoffen, dass die Bezirksversammlung Altona sich explizit für die Einrichtung eines jüdischen Museums ausspricht.“
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Skandalöse Informationspolitik: Bezirksamt schließt Hirschparkgehege ohne Beteiligung von Politik und Öffentlichkeit
Mit großer Irritation hat die Bezirksfraktion Altona aus einer Pressemitteilung des Bezirksamtes von der Schließung des Hirschparkgeheges erfahren. Dass sowohl Bürger:innen als auch die Bezirkspolitik vor vollendete Tatsachen gestellt werden, ist aus unserer Sicht ein Skandal und zeugt von einer inakzeptablen Informationspolitik.
Seit mehr als 100 Jahren ist der Hirschpark ein öffentlicher Ort der Erholung und des Naturerlebens. Untrennbar dazu gehörte stets ein kleines Damwildrudel, bestehend aus einem Hirsch, mehreren Kühen und gelegentlichem Nachwuchs. Warum zuletzt ausschließlich männliche Tiere gehalten wurden – was absehbar zu Rangkämpfen führte – ist für uns weder fachlich noch organisatorisch nachvollziehbar.
Besonders unverständlich ist die Entscheidung vor dem Hintergrund, dass das Gehege erst im Jahr 2024 mit einem finanziellen Aufwand von rund 110.000 Euro umfassend saniert wurde. Die nun erfolgte, plötzliche Schließung lässt daher den Schluss zu, dass es sich eher um eine versteckte Sparmaßnahme handelt als um eine Maßnahme, die tatsächlich dem Tierwohl dient.
Über Nacht und mit wenig überzeugenden Argumenten wurde der Bezirk einer niedrigschwelligen, kostenlosen und generationsübergreifend beliebten Attraktion beraubt.
Dazu Natalia Werdung, grünpolitische Sprecherin der Fraktion Die LINKE in Altona: "Die Bezirksfraktion Altona wird sich in der kommenden Sitzung des Ausschusses für Grün, Naturschutz und Sport am 11.02.2026 mit Nachdruck dafür einsetzen, dass im Hirschpark weiterhin ein Damwildrudel gehalten wird – wenn nötig mit mehr Rückzugsmöglichkeiten oder in geringerer Größe. Der Hirschpark darf nicht seiner Geschichte und Funktion beraubt werden."
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Stadtteilküche "La Cantina" am Standort Hohenesch 68 erhalten!
Breite Mehrheit für den Erhalt von „La Cantina“ am Standort Hohenesch 68: Die Bezirksversammlung Altona hat am Donnerstag mehrheitlich einen Antrag der Fraktionen von GRÜNEN und DIE LINKE unterstützt, das soziale Projekt am Standort in Ottensen zu erhalten.
Die Stadtteilküche bietet seit mehr als 20 Jahren Langzeitarbeitslosen die Möglichkeit, Erfahrungen in der Gastronomie zu sammeln mit der Perspektive einer späteren Festanstellung in diesem Bereich. Hier können Menschen mit Einkommen unter der Armutsgrenze günstig essen, Normalverdienende zahlen einen höheren Betrag. Das soziale Projekt ist gefährdet, da der Vermieter des Hauses der Kantine gekündigt hat. Es seien umfangreiche Sanierungsmaßnahmen erforderlich, der Brandschutz sei nicht mehr gewährleistet, heißt es.
In dem Antrag von der Fraktion DIE LINKE Altona, dem sich die Fraktion GRÜNE als Mitantragsstellerin anschloss, wird das Bezirksamt Altona aufgefordert, Gespräche mit dem Vermieter zu führen, um eine Rücknahme der Kündigung zu erreichen. Sollten diese Gespräche nicht erfolgreich sein, wird das Bezirksamt gebeten, „La Cantina“ bei der Suche nach einem alternativen Standort in Ottensen zu unterstützen.
Karsten Strasser, Fraktion DIE LINKE Altona, erklärt: „Dass die Bezirksversammlung Altona sich mehrheitlich für den Erhalt von ‚La Cantina‘ am bisherigen Standort ausgesprochen hat, lässt hoffen, zumal die Stadtteilküche nicht nur ein günstiges Mittagessen bietet, sondern auch den dort Beschäftigten eine Perspektive für den Ersten Arbeitsmarkt ermöglicht.“
Dazu erklärt Nadine Neumann, Abgeordnete GRÜNE Fraktion Altona und Mitglied im Sozialausschuss: „Zusammensitzen, essen, miteinander reden ist für uns alle wichtig, es charakterisiert Gemeinschaft. ‚La Cantina‘ ist so ein Ort, an dem das möglich ist. Hierhin können Menschen auch mit niedrigem Einkommen mal ausgehen, beieinander sein und ein warmes Mittagessen genießen. Wir setzen uns nun dafür ein, dass dieser wichtige Ort in Ottensen erhalten bleibt.“
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Ein paar Jahre Parken kostet 17 Bäumen das Leben
DIE LINKE. Bezirksfraktion Altona und Volt-Fraktion Altona
Die Situation an der Baurstraße bei der Autobahn A7 ist unübersichtlich. Aktuell entsteht hier Höhe Othmarschen der „Deckel“ über die A7. Für eine provisorische Überquerung der Autobahn musste ein Teil des Parkplatzes der dortigen Sportanlage wegfallen. Die Folge: Gerade am Wochenende ist die Parkplatzsituation schwierig, es kommt zum „wilden Parken“ gerade im Zufahrtsbereich des bisherigen Parkplatzes.
Das Bezirksamt Altona greift nun bei der Suche nach Abhilfe nach einer Lösung, die mit hohen monetären und ökologischen Kosten verbunden ist sowie den Freiraum für spielende Kinder beeinträchtigt. Demzufolge soll ein Teil des dortigen Bauspielplatzes „temporär“, voraussichtlich bis etwa 2030, als Parkplatz genutzt werden. Dazu müssen aber vorher 17 Bäume gefällt werden und, so das Bezirksamt, „ca. 710 Quadratmeter Gehölzflächen gerodet werden“. Im Klartext: Ein Stück Natur soll verschwinden für 33 Parkplätze, für einen Zeitraum von lediglich ca. vier Jahren.
Aus Sicht der Bezirksfraktionen DIE LINKE und Volt habe sich das Bezirksamt nicht hinlänglich bemüht, mögliche Alternativen zu prüfen. Ricardo Bolaños González, Mitglied der Bezirksfraktion DIE LINKE und Vorsitzender des Grünausschusses in der Bezirksversammlung Altona bemängelt: „Es gäbe durchaus alternative Lösungen zur Deckung des Stellplatzbedarfs, insbesondere durch die Nutzung vorhandener Parkkapazitäten im Umfeld, wie etwa im Parkhaus des ehemaligen UCI-Kinos.“ Dieses Parkhaus sei derzeit ungenutzt und könne durchaus den Bedarf an zusätzlichen Stellplätzen decken, so Ricardo Bolaños González: „Bevor wieder ein Stück Natur zubetoniert wird, halten wir es für dringend erforderlich, sich die Alternativen einmal genauer anzusehen.“
Patrick Fischer, Co-Fraktionsvorsitzender von Volt kritisiert: „In Zeiten, in welchen wir alles daransetzen sollten, Stadtgrün zu erhalten und Versiegelung zu unterbinden, um Folgen der Klimaerhitzung so gering wie möglich zu halten, ist der kostspielige Ausbau von Parkplätzen nicht vertretbar. Nur wenige Schritte entfernt stehen über 800 Parkplätze zur Verfügung, die, nach Aussage von APCOA, genutzt werden könnten. Dass außerdem noch Teile eines Spielplatzes geopfert werden, finden wir äußerst irritierend und ärgerlich.“
Die Fraktionen DIE LINKE und Volt haben einen entsprechenden Antrag für die nächste Sitzung der Bezirksversammlung eingebracht.
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Linksfraktion Altona wählte neue Dreierspitze
Die Bezirksfraktion der Partei DIE LINKE hat sich zum 01.01.2026 neu aufgestellt: Neue gleichberechtige Co-Fraktionsvorsitzende sind Julia Koppke und Yavuz Fersoglu, zum neuen parlamentarischen Geschäftsführer wurde der bisherige Fraktionsvorsitzende Karsten Strasser gewählt. Mit diesem Schritt formieren sich der langjährige Bezirkspolitiker und seit der letzten Wahl neu hinzugekommene Abgeordnete zu einem politisch schlagkräftigen Team.
„Mit der neuen Dreier-Spitze will die Fraktion DIE LINKE Altona angesichts der Kooperation von Grünen, SPD und CDU ihr politisches Profil als größte Oppositionskraft stärken.“, betont die frisch gewählte Co-Vorsitzende Julia Koppke.
"In einer Zeit, in der DIE LINKE auch in Altona immer mehr an Zuwachs und Mitgliedern gewinnt und der Rechtspopulismus immer stärker wird, ist es richtig und wichtig, auch die Fraktion in der Bezirksversammlung Altona neu aufzustellen.“, so der Co-Vorsitzende Yavuz Fersoglu.
Der bisherige Fraktionsvorsitzende Karsten Strasser bleibt im Spitzengremium der Linksfraktion: „Bei den großen Bauprojekten im Bezirk droht, dass noch mehr politisch im Hinterzimmer entschieden wird. Wir werden weiterhin konsequent Demokratie und Transparenz einfordern.“, so Karsten Strasser.














