Pressemitteilung
Holstenareal: Stadt muss ihr Vorkaufsrecht wahrnehmen!
Es ist eine der teuersten Brachen der Hansestadt: das Holstenareal. Seit dem Umzug der Holstenbrauerei 2016 von Altona an den Stadtrand hat sich auf dem Gelände nicht viel getan. Aus dem geplanten Neubau von ca. 1300 Wohnungen wurde nichts. Der rot-grüne Senat unter Bürgermeister Olaf Scholz verzichtete damals darauf, das Gelände für die Stadt zu kaufen und zu entwickeln. Stattdessen wurde es durch Spekulation astronomisch teuer. Kürzlich hat nun ein Konsortium aus Quantum Immobilien AG und HanseMerkur Grundvermögen AG in Kooperation mit Haspa und SAGA das Holsten-Areal erworben. Wobei unklar ist, ob die SAGA, als städtisches Unternehmen, tatsächlich Käuferin ist.
Zu befürchten ist nun, dass die Stadt auf die Umsetzung der mit der Volksinitiative „Keine Profite mit Boden & Miete“ erzielte Einigung verzichtet. Diese beinhaltet für Grundstücke, die der Stadt gehören, eine Vereinbarung zur sozialverträglichen Mietpreisentwicklung: Mindestens 50-jährige Förderbindung und 100-jährige Erbbaurechtsverträge. Daher fordern die Bezirksfraktionen von DIE LINKE und Volt den Senat auf, sein Vorkaufsrecht wahrzunehmen.
Dazu erklärt Andrea Benkert, stadtentwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE Altona: „Die Stadt Hamburg muss jetzt ihr Vorkaufsrecht ausüben und das Holstenareal selbst entwickeln. Nur so kann sie verhindern, dass eine erneute Spekulationsspirale um das Holstenareal in Gang gesetzt wird. Nur so besteht überhaupt eine Chance auf ausreichend bezahlbaren Wohnraum und Umsetzung der Vereinbarungen mit den Volksinitiativen „Keine Profite mit Boden und Miete“ sowie der Ziele des Klimaentscheids.“
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Bezirksversammlung Altona stimmt für Fortsetzung und Erweiterung von Housing First
Housing First bedeutet Wohnraum für Obdachlose ohne Vorbedingungen. Auch DIE LINKE hat sich immer wieder für dieses Projekt eingesetzt, mit Erfolg: Mit Stand zum 31. Dezember 2024 sind im Modellprojekt Housing First in ganz Hamburg 33 obdachlose Menschen mit Wohnraum versorgt worden – davon 8 Menschen im Bezirk Altona. Doch das reiche nicht aus, erklärt Claudia Dyroff, Mitglied der Fraktion DIE LINKE in der Bezirksversammlung Altona: „Es besteht dringender Handlungsbedarf, weitere Wohnungen nach dem Housing-First-Ansatz in Kombination mit niedrigschwelligen Hilfsangeboten für Obdachlose zu schaffen.“
Die Fraktion DIE LINKE hat daher einen Antrag in die Bezirksversammlung Altona vom 30. Oktober 2025 eingebracht<s>,</s> um ein weiteres Housing First Projekt in Kombination mit allen erforderlichen niedrigschwelligen sozialen und gesundheitlichen Hilfsangeboten im Bezirk Altona zu etablieren und die dafür erforderlichen finanziellen Mittel zu beantragen. Unterstützt wurde dieser Antrag von der Altonaer VOLT-Fraktion. Die Bezirksversammlung hat den Antrag einstimmig beschlossen. Karsten Strasser, Fraktionsvorsitzender: „Wir werten das als Erfolg für all jene, die auf der Straße leben, um auch ihnen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Der politische Wille ist da, jetzt ist es Sache des neuen Bezirksamtsleiters Dr. Kloth und der Sozialbehörde, Taten folgen zu lassen.“
Aus der Bezirksversammlung
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Altona braucht jetzt kritische Opposition mehr denn je
Heute wählt die Bezirksversammlung Altona einen neuen Bezirksamtsleiter. Die drei Fraktionen von Grünen, SPD und CDU haben sich auf den
bisherigen Baudezernenten Dr. Sebastian Kloth (Grüne) geeinigt. Die Kandidat:innen von CDU und SPD haben ihre Kandidaturen zurückgezogen.
Die von Grünen, SPD und CDU vorgestellte Kooperationsvereinbarung setzt zwar einige neue Akzente, enthält aber im Übrigen allgemeine Absichtserklärungen, die auf ein „Weiter so“ schließen lassen. Viele vereinbarte Ziele werden gegenüber dem herrschenden rot-grünen Senat schwer durchzusetzen sein. Die Grünen haben für das Bündnis einen hohen politischen Preis bezahlt, denn das Thema Klimaschutz ist nicht ausreichend in der Vereinbarung berücksichtigt.
Dazu erklärt Karsten Strasser, Vorsitzender der Bezirksfraktion DIE LINKE Altona:
„Wir werden als die stärkste Oppositionsfraktion unsere Verantwortung aktiv wahrnehmen. In Zusammenarbeit mit Bürgerinnen und Bürgern sowie den Initiativen werden wir konstruktiv und konsequent für eine soziale und ökologische Alternative streiten. Wir werden weiterhin eine kritische Opposition bilden, die ihre Kontrollfunktion gegenüber der neuen Bezirksamtsleitung wahrnimmt.“
Yavuz Fersoglu, stellvertretender Vorsitzender der Bezirksfraktion DIE LINKE Altona, erklärt: „Wir werden konsequent für demokratische Transparenz bei allen bezirklichen Entscheidungen streiten. Wir befürchten, dass die bereits praktizierte Hinterzimmerpolitik sich weiter verstärken wird.“
Die neue Zeitung der Fraktion
Altonaer Rundblick Sommer 2025
Hier die Themen:
- Gutachten des Senats belegt: Beim kampf gegen hohe Mieten und Wucher versagt Hamburg
- Ottensen ist ein begehrter Stadtteil
- Mehr Schutz für Frauen in Altona: Die Forderung nach einem Frauenhaus und Schutzplätzen
- Den Ottenser Marktplatz gestalten?!
- Hamburg soll Fördermitgliedschaft für ein Seenotrettungsschiff übernehmen
- Bahrio 68
- Bürgerhaus und Café Osborn müssen bleiben!
- Autonomes Fahren: Hirngespinste statt realer Verbesserungen!
- Jugendhilfe ohne Lobby
- Ziemlich trocken
- Cansu Özdemir: Aus Osdorf nach Berlin














