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Ein paar Jahre Parken kostet 17 Bäumen das Leben

DIE LINKE. Bezirksfraktion Altona und Volt-Fraktion Altona

Die Situation an der Baurstraße bei der Autobahn A7 ist unübersichtlich. Aktuell entsteht hier Höhe Othmarschen der „Deckel“ über die A7. Für eine provisorische Überquerung der Autobahn musste ein Teil des Parkplatzes der dortigen Sportanlage wegfallen. Die Folge: Gerade am Wochenende ist die Parkplatzsituation schwierig, es kommt zum „wilden Parken“ gerade im Zufahrtsbereich des bisherigen Parkplatzes.

Das Bezirksamt Altona greift nun bei der Suche nach Abhilfe nach einer Lösung, die mit hohen monetären und ökologischen Kosten verbunden ist sowie den Freiraum für spielende Kinder beeinträchtigt. Demzufolge soll ein Teil des dortigen Bauspielplatzes „temporär“, voraussichtlich bis etwa 2030, als Parkplatz genutzt werden. Dazu müssen aber vorher 17 Bäume gefällt werden und, so das Bezirksamt, „ca. 710 Quadratmeter Gehölzflächen gerodet werden“. Im Klartext: Ein Stück Natur soll verschwinden für 33 Parkplätze, für einen Zeitraum von lediglich ca. vier Jahren. 

Aus Sicht der Bezirksfraktionen DIE LINKE und Volt habe sich das Bezirksamt nicht hinlänglich bemüht, mögliche Alternativen zu prüfen. Ricardo Bolaños González, Mitglied der Bezirksfraktion DIE LINKE und Vorsitzender des Grünausschusses in der Bezirksversammlung Altona bemängelt: „Es gäbe durchaus alternative Lösungen zur Deckung des Stellplatzbedarfs, insbesondere durch die Nutzung vorhandener Parkkapazitäten im Umfeld, wie etwa im Parkhaus des ehemaligen UCI-Kinos.“ Dieses Parkhaus sei derzeit ungenutzt und könne durchaus den Bedarf an zusätzlichen Stellplätzen decken, so Ricardo Bolaños González: „Bevor wieder ein Stück Natur zubetoniert wird, halten wir es für dringend erforderlich, sich die Alternativen einmal genauer anzusehen.“ 

Patrick Fischer, Co-Fraktionsvorsitzender von Volt kritisiert: „In Zeiten, in welchen wir alles daransetzen sollten, Stadtgrün zu erhalten und Versiegelung zu unterbinden, um Folgen der Klimaerhitzung so gering wie möglich zu halten, ist der kostspielige Ausbau von Parkplätzen nicht vertretbar. Nur wenige Schritte entfernt stehen über 800 Parkplätze zur Verfügung, die, nach Aussage von APCOA, genutzt werden könnten. Dass außerdem noch Teile eines Spielplatzes geopfert werden, finden wir äußerst irritierend und ärgerlich.“

Die Fraktionen DIE LINKE und Volt haben einen entsprechenden Antrag für die nächste Sitzung der Bezirksversammlung eingebracht.

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Linksfraktion Altona wählte neue Dreierspitze

Die Bezirksfraktion der Partei DIE LINKE hat sich zum 01.01.2026 neu aufgestellt: Neue gleichberechtige Co-Fraktionsvorsitzende sind Julia Koppke und Yavuz Fersoglu, zum neuen parlamentarischen Geschäftsführer wurde der bisherige Fraktionsvorsitzende Karsten Strasser gewählt. Mit diesem Schritt formieren sich der langjährige Bezirkspolitiker und seit der letzten Wahl neu hinzugekommene Abgeordnete zu einem politisch schlagkräftigen Team.

„Mit der neuen Dreier-Spitze will die Fraktion DIE LINKE Altona angesichts der Kooperation von Grünen, SPD und CDU ihr politisches Profil als größte Oppositionskraft stärken.“, betont die frisch gewählte Co-Vorsitzende Julia Koppke.
"In einer Zeit, in der DIE LINKE auch in Altona immer mehr an Zuwachs und Mitgliedern gewinnt und der Rechtspopulismus immer stärker wird, ist es richtig und wichtig, auch die Fraktion in der Bezirksversammlung Altona neu aufzustellen.“, so der Co-Vorsitzende Yavuz Fersoglu. 

Der bisherige Fraktionsvorsitzende Karsten Strasser bleibt im Spitzengremium der Linksfraktion: „Bei den großen Bauprojekten im Bezirk droht, dass noch mehr politisch im Hinterzimmer entschieden wird. Wir werden weiterhin konsequent Demokratie und Transparenz einfordern.“, so Karsten Strasser.

 

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Holstenareal: Stadt muss ihr Vorkaufsrecht wahrnehmen!

Es ist eine der teuersten Brachen der Hansestadt: das Holstenareal. Seit dem Umzug der Holstenbrauerei 2016 von Altona an den Stadtrand hat sich auf dem Gelände nicht viel getan. Aus dem geplanten Neubau von ca. 1300 Wohnungen wurde nichts. Der rot-grüne Senat unter Bürgermeister Olaf Scholz verzichtete damals darauf, das Gelände für die Stadt zu kaufen und zu entwickeln. Stattdessen wurde es durch Spekulation astronomisch teuer. Kürzlich hat nun ein Konsortium aus Quantum Immobilien AG und HanseMerkur Grundvermögen AG in Kooperation mit Haspa und SAGA das Holsten-Areal erworben. Wobei unklar ist, ob die SAGA, als städtisches Unternehmen, tatsächlich Käuferin ist.

Zu befürchten ist nun, dass die Stadt auf die Umsetzung der mit der Volksinitiative „Keine Profite mit Boden & Miete“ erzielte Einigung verzichtet. Diese beinhaltet für Grundstücke, die der Stadt gehören, eine Vereinbarung zur sozialverträglichen Mietpreisentwicklung: Mindestens 50-jährige Förderbindung und 100-jährige Erbbaurechtsverträge. Daher fordern die Bezirksfraktionen von DIE LINKE und Volt den Senat auf, sein Vorkaufsrecht wahrzunehmen. 

Dazu erklärt Andrea Benkert, stadtentwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE Altona: „Die Stadt Hamburg muss jetzt ihr Vorkaufsrecht ausüben und das Holstenareal selbst entwickeln. Nur so kann sie verhindern, dass eine erneute Spekulationsspirale um das Holstenareal in Gang gesetzt wird. Nur so besteht überhaupt eine Chance auf ausreichend bezahlbaren Wohnraum und Umsetzung der Vereinbarungen mit den Volksinitiativen „Keine Profite mit Boden und Miete“ sowie der Ziele des Klimaentscheids.“

ZUM ANTRAG

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Bezirksversammlung Altona stimmt für Fortsetzung und Erweiterung von Housing First

Housing First bedeutet Wohnraum für Obdachlose ohne Vorbedingungen. Auch DIE LINKE hat sich immer wieder für dieses Projekt eingesetzt, mit Erfolg: Mit Stand zum 31. Dezember 2024 sind im Modellprojekt Housing First in ganz Hamburg 33 obdachlose Menschen mit Wohnraum versorgt worden – davon 8 Menschen im Bezirk Altona. Doch das reiche nicht aus, erklärt Claudia Dyroff, Mitglied der Fraktion DIE LINKE in der Bezirksversammlung Altona: „Es besteht dringender Handlungsbedarf, weitere Wohnungen nach dem Housing-First-Ansatz in Kombination mit niedrigschwelligen Hilfsangeboten für Obdachlose zu schaffen.“ 

Die Fraktion DIE LINKE hat daher einen Antrag in die Bezirksversammlung Altona vom 30. Oktober 2025 eingebracht<s>,</s> um ein weiteres Housing First Projekt in Kombination mit allen erforderlichen niedrigschwelligen sozialen und gesundheitlichen Hilfsangeboten im Bezirk Altona zu etablieren und die dafür erforderlichen finanziellen Mittel zu beantragen. Unterstützt wurde dieser Antrag von der Altonaer VOLT-Fraktion. Die Bezirksversammlung hat den Antrag einstimmig beschlossen. Karsten Strasser, Fraktionsvorsitzender: „Wir werten das als Erfolg für all jene, die auf der Straße leben, um auch ihnen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Der politische Wille ist da, jetzt ist es Sache des neuen Bezirksamtsleiters Dr. Kloth und der Sozialbehörde, Taten folgen zu lassen.“

Aus der Bezirksversammlung

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Altona braucht jetzt kritische Opposition mehr denn je

Heute wählt die Bezirksversammlung Altona einen neuen Bezirksamtsleiter. Die drei Fraktionen von Grünen, SPD und CDU haben sich auf den 
bisherigen Baudezernenten Dr. Sebastian Kloth (Grüne) geeinigt. Die Kandidat:innen von CDU und SPD haben ihre Kandidaturen zurückgezogen. 

Die von Grünen, SPD und CDU vorgestellte Kooperationsvereinbarung setzt zwar einige neue Akzente, enthält aber im Übrigen allgemeine Absichtserklärungen, die auf ein „Weiter so“ schließen lassen. Viele vereinbarte Ziele werden gegenüber dem herrschenden rot-grünen Senat schwer durchzusetzen sein. Die Grünen haben für das Bündnis einen hohen politischen Preis bezahlt, denn das Thema Klimaschutz ist nicht ausreichend in der Vereinbarung berücksichtigt.

Dazu erklärt Karsten Strasser, Vorsitzender der Bezirksfraktion DIE LINKE Altona:
„Wir werden als die stärkste Oppositionsfraktion unsere Verantwortung aktiv wahrnehmen. In Zusammenarbeit mit Bürgerinnen und Bürgern sowie den Initiativen werden wir konstruktiv und konsequent für eine soziale und ökologische Alternative streiten. Wir werden weiterhin eine kritische Opposition bilden, die ihre Kontrollfunktion gegenüber der neuen Bezirksamtsleitung wahrnimmt.“

Yavuz Fersoglu, stellvertretender Vorsitzender der Bezirksfraktion DIE LINKE Altona, erklärt: „Wir werden konsequent für demokratische Transparenz bei allen bezirklichen Entscheidungen streiten. Wir befürchten, dass die bereits praktizierte Hinterzimmerpolitik sich weiter verstärken wird.“



 

Die neue Zeitung der Fraktion

Altonaer Rundblick Sommer 2025

Hier die Themen: 

  • Gutachten des Senats belegt: Beim kampf gegen hohe Mieten und Wucher versagt Hamburg
  • Ottensen ist ein begehrter Stadtteil
  • Mehr Schutz für Frauen in Altona: Die Forderung nach einem Frauenhaus und Schutzplätzen
  • Den Ottenser Marktplatz gestalten?!
  • Hamburg soll Fördermitgliedschaft für ein Seenotrettungsschiff übernehmen
  • Bahrio 68
  • Bürgerhaus und Café Osborn müssen bleiben!
  • Autonomes Fahren: Hirngespinste statt realer Verbesserungen!
  • Jugendhilfe ohne Lobby
  • Ziemlich trocken
  • Cansu Özdemir: Aus Osdorf nach Berlin

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