Unser "Altonaer Rundblick" ist fertig! Informationen aus der Bezirkspolitik

Inhalt:

  • Stillstand auf dem Holsten-Areal – wie weiter?
  • Linke Politik und zivilgesellschaftliche Initiativen
  • Königstraße:Künftig längere Grünphase für Fußgänger:innen?
  • Planungschaos am Struensee-Quartier
  • Zerstörung gewachsener Viertel Altonas durch Spekulation
  • Brennpunkt Nr. 1 – Das Ottenser Kreuz
  • Fehlplanung: Abriss und Neubau statt Erhaltung charakteristischer Bauten
  • Einst Straßenbahndepot, heute Supermarkt: Wie weiter an der Max-Brauer-Allee?
  • Goldgrube Alma-Wartenberg-Platz
  • Personalmangel verzögert Neugestaltung von Rainvilleterrassen
  • Fischereihafen: Wird der Elbblick bei Altona weiter zugebaut?
  • Vom „Kaiser-Wilhelm-Park“ zum Altonaer Volkspark Flucht aus den Mietskasernen in die gestaltete Natur
  • Alten Schriftzug „Trabrennbahn Bahrenfeld“ für die Nachwelt retten!
  • Frauenhaus

Aufzeichnung der Gedenkveranstaltung am 26. Januar 2024 GEFLOHEN. VERTRIEBEN. ENTWURZELT. Altona 1933-1945.

Gedenkveranstaltung GEFLOHEN. VERTRIEBEN. ENTWURZELT. Altona 1933-1945.

Beiträge der Arbeitsgruppe Zwangsarbeit: Sielke Reineke - Flucht - ein Menschheitsschicksal.
Elisabeth Schulte - „Wohin? ... nur raus!“ Juden fliehen aus Altona.
Catharina Girnt, Viktoria Urmersbach und Gabriele von Malottki - Geplante Flucht. Hachschara in Rissen.
Susanne Schütt - Der jüdische Kindertransport nach Großbritannien 1938/1939.
Claudia Dyroff - Der besondere Weg von Lior Oren zum Schicksal seiner Großmutter Helga Arna.
Ein Ausblick.
Heike Schoon - Formen des politischen Exils und Widerstands.
Katharina Schulenburg - Wilhelm Ernst Beckmann. Ein sozialdemokratischer Künstler im isländischen Exil.
Veranstaltet von der Bezirksversammlung Altona durch die vom Ausschuss für Kultur und Bildung eingerichtete Arbeitsgruppe „Zwangsarbeit“

Aus der Bezirksversammlung

Altona: Patenschaft für Seenotrettungsschiff – Antrag von DIE LINKE ohne Mehrheit

Viele Tausende versuchen seit Jahren, über den Seeweg vor Krieg, Hunger oder staatlicher Verfolgung ins vermeintlich sichere Europa zu fliehen. Jährlich ertrinken Tausende auf dieser Route, meist in seeuntauglichen Booten. Allein bis August 2023 starben etwa 2.000 Menschen auf dem Mittelmeer. Private humanitäre Hilfsorganisationen wie Sea-Eye e.V. oder Seebrücke e.V. bemühen sich darum, in Seenot geratene Flüchtlinge vor dem Ertrinken zu retten. Bisher hat allein Sea-Eye e.V. mehr als 17.000 Menschen gerettet. „Die Arbeit dieser Hilfsorganisationen braucht weiterhin unsere Unterstützung“, erklärt Andrea Benkert, stellvertretende Vorsitzende der Bezirksfraktion DIE LINKE Altona.

Leider fand dieses wichtige humanitäre Anliegen in der jüngsten Bezirksversammlung keine Mehrheit. Die Fraktionen von GRÜNEN, SPD, CDU und FDP lehnten den Antrag ab, demzufolge der Bezirk die Patenschaft für ein Seenotrettungsschiff wie etwa die Sea-Eye 4 übernehmen solle. Dazu Karsten Strasser, Vorsitzender der Bezirksfraktion DIE LINKE: „Bezirkliche Mittel und in Altona gesammelte private Spendengelder könnten einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, die humanitäre Hilfstätigkeit, Flüchtlinge vor dem Tod durch Ertrinken zu bewahren, auf Dauer zu gewährleisten. Wir bedauern, dass wir die anderen Fraktionen nicht zu einer Zustimmung bewegen konnten.“

DIE LINKE: „freiRaum Ottensen“ darf so nicht umgesetzt werden

Durch das Projekt „freiRaum Ottensen“ soll das Zentrum des Stadtteils vom Autoverkehr entlastet werden. „freiRaum Ottensen“ ist ein Projekt des Bezirks Altona, entstand aus dem Verkehrsversuch „Ottensen macht Platz“ im Jahr 2019. Seitdem wird heftig über die Umsetzung gestritten.

Zuletzt fand am 28. August 2023 im Altonaer Rathaus eine Dialogveranstaltung „Objektplanung Ottenser Hauptstraße und Bahrenfelder Straße" mit etwa 150 Interessierten statt. Bezirksamtsmitarbeiter stellten den aktuellen Planungsstand vor. In diesen Planungen wurden detailliert die Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung erläutert, die vor allem zwei Teilstücke der Bahrenfelder Straße (nördlicher und südlicher Teil) sowie den westlichen Teil der Ottenser Hauptstraße betreffen.

Die Planung stieß bei den Veranstaltungsbesuchern auf erhebliche Kritik. Besonders die Planungen zum „Ottenser Kreuz“ sorgten für Unmut. Der Bereich, an dem sich fünf Straßen kreuzen, soll durch eine zusätzliche Fahrradüberquerung durchschnitten werden – zum Nachteil der Fußgänger:innen. Demnach sollen Radler diesen Bereich zukünftig mit separaten Fahrspuren beide Richtungen überqueren können. Dazu soll auch noch das dortige Kunstwerk „Ottenser Torbogen“ (zwei Frauen) der Künstlerin Doris Waschk Balz umgesetzt werden. Das Ottenser Kreuz mit dem Kunstwerk ist ein beliebter Treffpunkt im Viertel.

Dazu erklärt Karsten Strasser, Fraktionschef der Altonaer LINKEN: „Die jetzige Planung bevorzugt einseitig den Radverkehr gegenüber den Fußgänger:innen. Es ist weiterhin ein Unding, dass das Kunstwerk „Ottenser Torbogen“ für diese misslungene Planung umgesetzt werden soll. Wir schlagen daher dringend vor, dass die Einwände und Kritik aus der Dialogveranstaltung in die Planung einbezogen werden und in einer weiteren Veranstaltung vorgestellt werden.“

Unsere Fraktionsmitglieder

Die Welt ist im Wandel. Das macht auch in Altona keinen Halt. Denn: was im Großen passiert, spiegelt sich auch im Kleinen wider. Die Herausforderungen des nächsten Jahrzehnts für die Menschen sind gewaltig. Soziale Verwerfungen, die Klimakrise, Pandemien sowie Kriege auf der ganzen Welt erzeugen auch in der Bezirkspolitik große Herausforderungen und enormen Handlungsbedarf. Mehr denn je gilt der Grundsatz: „Global denken – lokal handeln“. Wer nimmt sich dieser Herausforderungen für DIE LINKE im Bezirk Altona an? WIR!

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