Aus der Bezirksversammlung
Pressemitteilung
Initiative für Öffentliche Rechtsauskunft (ÖRA) am Osdorfer Born trickreich ausgehebelt
Wer gegen Behördenbescheide, Mieterhöhungen oder Kündigungen im Arbeitsverhältnis vorgehen will, braucht anwaltliche Unterstützung. Doch die kann teuer werden. Hilfe für Menschen mit niedrigem Einkommen bietet die Öffentliche Rechtsauskunft (ÖRA). Im Bezirk Altona befindet sich diese in der Alten Königstraße 29-39 beim Altonaer Rathaus. Das ist für viele Menschen in den Randbezirken Altonas wie etwa am Osdorfer Born sehr weit, die Anreise durchaus beschwerlich. Die Linksfraktion Altona hatte daher in der Bezirksversammlung im März 2026 vorgeschlagen, am Osdorfer Born eine Zweigstelle der ÖRA (wieder) einzurichten. Einen Beschluss fasste die Bezirksversammlung nicht, vielmehr wurde das Thema zur weiteren Beratung in den Sozialausschuss verwiesen.
Dort brachten SPD und Grüne einen „Alternativantrag“ ein, der mit den Stimmen von SPD, Grünen, CDU, Volt und AfD beschlossen und der Bezirksversammlung am kommenden Donnerstag, 23. April, zur Abstimmung empfohlen wurde. Der ursprüngliche Antrag der Fraktion DIE LINKE fand keine Mehrheit.
Dazu erklärt Bezirksabgeordneter Karsten Strasser (Fraktion DIE LINKE): „Wer sich mit den Feinheiten der Behördensprache einigermaßen auskennt, wird die Botschaft an die sozialdemokratisch geführte Sozialbehörde verstehen: Sie möge lediglich ‚prüfen‘ ob eine ÖRA am Osdorfer Born eingerichtet werden ‚kann‘. DIE LINKE in der Bezirksversammlung hat in ihrem Antrag die Sozialbehörde hingegen aufgefordert, eine ÖRA-Stelle am Osdorfer Born einzurichten. SPD und Grüne haben unseren Antrag scheinbar übernommen, aber das Wesentliche darin herausgestrichen. Sie haben den Menschen am Osdorfer Born damit keinen Dienst erwiesen.“
Pressemitteilung
Senatswerbung für Olympia an Schulen: Gleiche Rechte für NOlympia!
Derzeit wirbt der Senat mit Millionenaufwand in den Schulen und Jugendeinrichtungen für sein Olympia-Konzept für die Jahre 2036, 2040 oder 2044. Die Gegenposition ist bei diesen Werbeveranstaltungen nicht ausreichend dargestellt, obwohl von der Volksinitiative NOlympia Hamburg bereits 19.423 Unterschriften zur Abhaltung eines Referendums über die Olympia-Bewerbung Hamburgs eingereicht wurden. In einem Antrag an die Bezirksversammlung Altona forderte daher die Fraktion DIE LINKE aus Gründen der Fairness und für eine sachgerechte Meinungsbildung Chancengleichheit für Befürworter:innen und Gegner:innen der Olympia-Bewerbung Hamburgs.
So soll erstens das Diskussionsformat „It’s your choice“ aus dem Jahr 2015 wieder aufgelegt werden, um in den Hamburger Schulen beiden Seiten Gelegenheit zu geben, ihre Positionen zu vertreten. Zweitens sollte die offizielle Stellungnahme von NOlympia Hamburg „Hamburg hat etwas Besseres verdient“ ebenfalls an die Schulen versendet werden. Drittens sollten die Positionen von NOlympia Hamburg „Hamburg hat etwas Besseres verdient“ ebenfalls an die Jugendeinrichtungen versandt werden und deren Vertreter:innen zu den geplanten Veranstaltungen eingeladen werden.
Während die Punkte zwei und drei keine Mehrheit in der Bezirksversammlung Altona erhielten, stimmte eine Mehrheit für Punkt 1 des Antrages.
Dazu erklärt Yavuz Fersoglu, Co-Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE: „Es ist ein Erfolg, dass eine Mehrheit der Bezirksversammlung Altona sich für Chancengleichheit beim anstehenden Bürgerschaftsreferendum zur Olympiabewerbung ausgesprochen hat. Es ist ein Gebot der Fairness, dass die Jugendlichen nicht nur die Position des Senats zur Olympia-Bewerbung Hamburgs erfahren, sondern auch die der Volksinitiative ‚NOlympia’.“



