Pressemitteilung
Ein Stadtteilhaus für Sülldorf – Fraktion DIE LINKE Altona fordert Ankauf und Erhalt des historischen Bahnhofsgebäudes
Die Fraktion DIE LINKE in der Bezirksversammlung Altona spricht sich entschieden gegen die Abrisspläne der Deutschen Bahn für den historischen S-Bahnhof Sülldorf aus. Statt das Gebäude zu beseitigen, fordert sie dessen Erhalt sowie die Entwicklung eines Stadtteilzentrums für die Menschen vor Ort.
Nach Angaben der Deutschen Bahn bestehe kein Interesse an einer weiteren Nutzung der Bestandsgebäude als Mietobjekt. Die freiwerdende Fläche solle stattdessen unter anderem als Bike-and-Ride-Anlage oder als „Eventfläche“ z.B. für einen Spargelstand genutzt werden.
Das SülldorfFORUM lehnt mit einer Stellungnahme den Abriss des Sülldorfer Bahnhofs ab und schlägt die Umwandlung des Bahnhofgebäudes in einen Stadtteilmittelpunkt vor.
„Es ist absurd: Ein historisches Bauwerk soll für einen Spargelstand abgerissen werden, weil die Deutsche Bahn kein wirtschaftliches Interesse an seiner Vermietung hat. Wir unterstützen die Forderung aus dem Stadtteil, den historischen S-Bahnhof zu erhalten und ihn als Stadtteilzentrum für die Sülldorferinnen und Sülldorfer zu nutzen“, erklärt Natalia Werdung, grünpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. Für die Bike-and-Ride-Anlage wird sich sicherlich ein anderer geeigneter Standort finden lassen.
Auch Karsten Strasser, Abgeordneter der Fraktion DIE LINKE in der Bezirksversammlung Altona, sieht in einem Erhalt des Geländes große Chancen für den Stadtteil: „Ein Ankauf des Bahnhofsgeländes durch die Stadt wäre für den städtebaulich bislang vernachlässigten Stadtteil eine wichtige Perspektive. Ein Stadtteilzentrum ist eine Investition in Demokratie, Kultur und das gesellschaftliche Miteinander. Es schafft Raum für Begegnung, Engagement und lokale Initiativen.“
Die Fraktion DIE LINKE wird das Thema in die nächste Sitzung des Hauptausschusses der Bezirksversammlung Altona einbringen. Ziel ist es, den Erhalt des historischen Bahnhofsgebäudes zu sichern und gemeinsam mit dem Stadtteil eine zukunftsfähige Nutzung zu entwickeln.
Weitere Informationen: Die Forderungen der Fraktion sind im Antrag für die nächste Sitzung des Hauptausschusses der Bezirksversammlung Altona zusammengefasst.
Pressemitteilung
Wie unCOOL ist das denn?! Den Klimawandel nicht aussitzen, Handlungsstrategien umsetzen!
Die aktuellen bundesweiten Hitzeereignisse mit Temperaturen von über 30 Grad bis an die 40-Grad-Marke verdeutlichen den Handlungsdruck für die politisch Verantwortlichen. Im Klartext: Auch in der Hansestadt stöhnen die Menschen über die Hitze, Folge eines menschengemachten Klimawandels. Betroffen sind vor allem Ältere, Menschen mit Vorerkrankungen und Kleinkinder. In Altona wird seit einigen Jahren in den Gremien über Anpassungsstrategien und Konzepte diskutiert, um zumindest die Folgen des Klimawandels abzumildern. Im Bezirk Altona sind es vor allem die dichtbebauten Stadtteile Ottensen, Altona-Altstadt, Altona-Nord, die Schanze sowie Bahrenfeld, in denen sich – auch nachts – die Hitze staut.
Seit einigen Wochen liegt das Konzept „COOL Altona“ vor, das von einer wissenschaftlichen Beratungsfirma entwickelt wurde und zahlreiche Vorschläge enthält wie etwa die Begrünung und Bepflanzung versiegelter Flächen, zum Beispiel von Parkplätzen vor Supermärkten.
Dazu erklärt Bezirksabgeordnete Claudia Dyroff (DIE LINKE), Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft, Klima und Verbraucherschutz: „Der Bezirk muss seine Anstrengungen verstärken und dabei vor allem versiegelte Flächen zunehmend begrünen, auch Hausfassaden sollten bepflanzt werden, um die Häuser bei Hitzeereignissen zu kühlen.“
Bezirksabgeordneter Karsten Strasser (DIE LINKE): „Die aktuellen Hitzewellen gelten auch als ‚stiller Killer‘, dem u.a. Ältere und Kleinkinder zum Opfer fallen. Die bisherigen Maßnahmen reichen daher bei weitem nicht aus, trotz der Beteuerungen aus dem Bezirksamt. Bunt aufgemachte Broschüren zum Thema „COOL Altona“ ersetzen keine wirklich durchgreifenden Maßnahmen. Die Vorschläge liegen vor, jetzt kommt es auf die Umsetzung an! So fehlt es zum Beispiel an Trinkwasserbrunnen sowie gekühlten Aufenthaltsräumen für Menschen, die auf der Straße leben.“




